Der Geselle

Der Geselle ist auf der „Walz“ oder „Wanderschaft“. Der Sinnspruch des Gesellen lautet „Veredle Dich selbst“. Er besucht fremde Logen und lernt dort neue „Handwerkstechniken“, was in der Freimaurerei  bedeutet, dass er Erfahrungen sammelt und diese in die eigene Loge einzubringen versucht. Dieses Einbringen von mitgebrachter Erfahrung ist das Wichtigste für das Weiterbestehen einer Loge. Ohne Veränderung und Weiterentwicklung kann keine noch so gute Loge über Jahrzehnte arbeiten. Dem Gesellen sollen die Augen für seine Umgebung und seine Mitbrüder geöffnet werden. Es kann nötig sein, diesen Grad bis zu zwei Jahre zu bearbeiten. Der Geselle wird neben seiner Reisetätigkeit im nationalen Bereich auch seine vier Referate zu traditioneller Thematik fertigstellen, wobei er jetzt nicht nur die Literatur wälzt und die Brüder der eigenen Loge hierzu befragt, sondern auch Brüder anderer Logen zu Rate ziehen soll. Im zweiten Grad kommen zu den Treffen des eigenen Gardes auch die des Lehrlingsgrades hinzu. Er wird sich liebevoll der Lehrlinge annehmen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Geselle ist für den Lehrling sozusagen der ältere Bruder, der ihm, gerade diesem Grade entwachsen, den Weg in die Gemeinschaft ebnet.

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