Prozedere

Viele „Suchende“ (so die freimaurerische Bezeichnung für Aufnahmekandidaten) gelangen über Empfehlung der Brüder in eine Freimaurerloge, andere lernen auf privaten Veranstaltungen die Mitglieder einer Loge kennen. Es ist aber auch möglich, sich auf gut Glück schriftlich zu bewerben. Mitgliederwerbung wird abgelehnt. Die einzelnen Freimaurer sollen durch ihren Lebenswandel in Beruf und Privatleben für die Freimaurerei sprechen. Wichtigste Voraussetzung für die Aufnahme ist daher, dass sich ein Suchender mit den Werten und Idealen der Freimaurerei identifiziert und ein Interesse daran hat, an sich selbst zu arbeiten und sich aktiv zu beteiligen um Aufgaben für die Bruderschaft zu übernehmen. Auch soll es sich um einen so genannten „freien Mann von gutem Ruf und guten Sitten“ handeln, da etwas Gegenteiliges darauf hindeutet, dass die Werte und Ideale der Person nicht denen der Freimaurerei entsprechen. Darüber hinaus sollte ein Kandidat die Volljährigkeit erreicht haben. Eine  Altersgrenze kann von jeder Loge festgelegt werden. Es werden Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträge fällig. Ferner entstehen Kosten für die typische freimaurerische Bekleidung (Schurz, Handschuhe, Bijou). Ebenso ist eine Gebühr für die Beförderung und Erhebung in den Gesellen- und Meistergrad zu entrichten. Der Suchende macht sich mit den Logenmitgliedern vertraut und sucht einen (in manchen Logen zwei) Bürgen, der ihn durch seine Zeit  als Lehrling beziehungsweise Geselle begleitet. Wenn sich der Bürge gefunden hat, folgt die so genannte Kugelung (Ballotage). Die Brüder stimmen geheim über die Aufnahme mittels weißer und schwarzer Kugeln ab. Das eigentliche Aufnahmeritual findet während einer so genannten Tempelarbeit statt. Ein späterer Wechsel zu anderen Logen innerhalb der Großloge oder Obedienz ist möglich.

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