Wie viele Großmeister gibt es pro Staat?

Jede Großloge (jeweils eine für AASR und eine für AFAM) hat an ihrer Spitze einen Großmeister, das ist zumindest ein Meistermaurer, der durch demokratische Mehrheitsentscheidung für eine gewisse Zeit an die Spitze der Großloge gewählt wird. Dieser Bruder wird vor allem für seine Leistungen im organisatorischen Bereich in diese Funktion gewählt. Alle Brüder des AASR bzw. der AFAM haben, sind sie einmal Meistermaurer und sind sie ihrer Bürgschaftsverpflichtung (einen neuen Bruder bis in den 3 Grad zu betreuen) nachgekommen, die Möglichkeit, sich auf ein Gebiet zu spezialisieren. Manche verwirklichen sich im Bereich Literatur und werden Bibliothekar, andere im Bereich Musik und werden Musikus und wieder andere im Bereich der Vorbereitung der Suchenden und werden Großer Experte. Nach der ersten Funktionsperiode in einem dieser Ämter hat man dann die Möglichkeit, die Funktion des Aufsehers zu wählen. Nach dem Amt des 2. und dann des 1. Aufsehers kann man sich schließlich der Wahl zum Meister der Loge stellen. Nachdem man Meister einer Loge war, kann man in der Großloge weiterarbeiten und so auf gleichem Wege das Amt des Großmeisters anstreben. Beim AASR bekommt man nach der ordnungsgemäß erfüllten Bürgschaft die Möglichkeit, sich für die Hochgrade zu entscheiden. Die Aufnahme findet frühestens nach Ablauf der Amtszeit als Beamter statt und die Graderhöhung ist zusätzlich an das erfolgreiche Wirken in gewissen Funktionen gebunden. In diesem Fall hat der Bruder die Möglichkeit, als Spezialist (z.B. Musikus) zuerst in der Großloge und dann in den Hochgraden zu wirken um vielleicht einmal in diesem Spezialgebiet in den Obersten Rat einzuziehen. Brüder, welche sich für die Großloge entscheiden, arbeiten auf nationaler Ebene und an der Erweiterung und Perfektionierung der Großloge. Brüder, welche sich für den Obersten Rat entscheiden, sind auf internationaler Ebene tätig und arbeiten an der Erweiterung und Perfektionierung der internationalen Kontakte des Ritus. Gerade diese Arbeit im ist jedoch mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden, den der jeweilige Bruder selbst tragen muss. Wer den Gedanken hegt, sich schnell mit der Zugehörigkeit zu einer internationalen Gruppierung einen finanziellen Vorteil zu verschaffen, ist sicher bei einer profanen Vereinigungen besser aufgehoben. Auch Männer, welche keine eigene Arbeit in die Gruppe einbringen wollen, sind bei uns fehl am Platz. Männer jedoch, welche anpacken und für den Orden arbeiten wollen, haben bei uns immer noch reichen „Lohn“ erhalten. Die Mannigfaltigkeit der Betätigungsmöglichkeiten in der Perfektionierung in Spezialgebieten und im Umgang mit Menschen eröffnet uns auch im profanen Bereich die Möglichkeit, Spitzenpositionen zu bekleiden. Wir lernen schließlich jeden Tag, uns zu perfektionieren. Keine andere Gruppierung gibt ihren Mitgliedern die Möglichkeit, so viele topausgebildete Mitstreiter einfach und schnell zu Rate zu ziehen, wie die Freimaurerei. Der AASR ist vor allem durch seine internationale Ausrichtung prädestiniert, Fachkräften, die international zu denken und zu agieren gelernt haben, förderlich zu sein. Man kann davon ausgehen, dass hochdekorierte Freimaurer sich ihre Grade nicht erschlichen, sondern durch harte Arbeit für uns und an sich selbst erarbeitet haben und sich somit auch das Rüstzeug für ihr Wirken in Wirtschaft und Politik erworben haben.