Gibt es eine eigene Freimaurerische Trauerzeremonie?

Es gibt in der Tat ein Zeremoniell für eine freimaurerische Trauerfeier, welches im Allgemeinen vor der kirchlichen Trauerfeier in der jeweiligen Friedhofskapelle stattfindet.  Manche Brüder Freimaurer möchten auch ohne kirchliche Aussegnung bestattet werden. Der Meister vom Stuhl und seine beiden Aufseher sind im Dreieck um den mit den freimaurerischen Insignien geschmückten Sarg postiert und führen ein kurzes Wechselgespräch, in welchem mehr die Dankbarkeit als die Trauer um den verlorenen Bruder angesprochen wird.  Es folgt die eigentliche Trauerrede, also eine Würdigung des Verstorbenen, wobei seine positiven Eigenschaften ebenso Erwähnung finden sollen wie seine Fehler.  Zum Schluss der Trauerzeremonie folgt die traditionelle Kettenbildung aller Brüder um den Sarg und damit auch die Entlassung des Verstorbenen aus der irdischen Kette mit Niederlegung der drei Rosen rot - rosa - weiß.  Wir sagen: Wir lösen die Kette der Hände, die Kette der Herzen aber bleibt.  Bei einer freimaurerischen Trauerzeremonie können auch Angehörige und Nichtfreimaurer anwesend sein und man sagt, es sei ein besonders eindrucksvolles Erlebnis.  Es gilt aber auch hier: Erlebnisse kann man nicht schildern, man muss sie wirklich erleben und sollten Sie je die (traurige) Gelegenheit haben, an einer freimaurerischen Trauerfeier teilzunehmen, werden Sie meine Worte begreifen.